Der Prinz, Mario Cruz

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Ein Sommer in Santiago de Chile, Anfang der Siebzigerjahre, während des sozialistischen Experiments unter Präsident Salvador Allende: Jaime lässt sich treiben, verbringt die Tage am Fluss und die Nächte mit dem "Zigeuner", der ein Motorrad besitzt und das Bier in Strömen fließen lässt. Jaime merkt, dass Männer und Frauen ihn sexy finden, und weiß selbst nicht so recht, was er will. Als der Zigeuner eines Nachts in einer Kneipe mit einem anderen Mann tanzt, wird er wütend: Das ist ihm zu schwul. Betrunken, wie er ist, sticht er ihn nieder.

Die Männerwelt des Gefängnisses zwingt Jaime dazu, sich mit seiner Sexualität auseinanderzusetzen. Er landet in einer Vier-Mann-Zelle, in der der ältere Roberto den Neuling unter seine Fittiche nimmt. Doch Robertos Schutz hat seinen Preis: Des Nachts benutzt er Jaime, den alle den "Prinzen" nennen, ohne groß zu fragen, als Sexualobjekt. Und allmählich entsteht aus diesen Vergewaltigungen echte Zuneigung. Jaime baut sich im Gefängnis eine eigene Existenz auf, und als Roberto bei einer Messerstecherei stirbt, nimmt er dessen Platz ein.

Der Prinz ist eine Studie über jugendlichen Narziss-mus, Einsamkeit und Schutzlosigkeit. Mario Cruz gelingt es, die Doppelbödigkeit der Situation einzufangen: so unmoralisch wie naiv, zart und fatalistisch zugleich.